Zwischen 4WD – quattro corone norvegesi (2011) und 4WD – venti corone danesi (2018) liegen sieben Jahre, doch der konzeptionelle Kern bleibt identisch, fast schon hartnäckig: vier echte, als gesetzliches Zahlungsmittel geltende Münzen, die zu Rädern eines winzigen Fahrzeugs aus Stahl umgewandelt wurden, das klein genug ist, um in eine Brieftasche zu passen. Es handelt sich also nicht um ein Einzelwerk, sondern um den Beginn einer Serie, die Cavenago im Laufe der Zeit immer wieder aufgreift, wobei er die Währung und die konstruktive Lösung wechselt, aber die ironische Geste beibehält, die beiden Werken ihren Titel gibt: 4WD, Allradantrieb, die Abkürzung für den Allradantrieb im Automobilbau, neu interpretiert als Allradantrieb des Geldes im Leben des Menschen.
Der Unterschied zwischen den beiden Versionen ist nicht dekorativer, sondern struktureller Natur und zeugt daher von einer präzisen Weiterentwicklung des künstlerischen Denkens. In der Version von 2011 dienen die norwegischen Kronen im wahrsten Sinne des Wortes als Räder: Metallscheiben, die nach elementarster mechanischer Logik auf einer Achse montiert sind. In der Version von 2018 hingegen wählt Cavenago die zwanzig dänischen Kronen gerade deshalb, weil sie im Gegensatz zu vielen anderen Währungen ein Loch in der Mitte aufweisen: ein numismatisches Detail, das zur gestalterischen Möglichkeit wird. Das Loch ermöglicht eine andere Befestigung, die auf Magneten statt auf einem einfachen Durchgangsstift beruht: Die Räder werden nicht mehr mechanisch aufgesteckt, sondern von einem unsichtbaren Kraftfeld gehalten, das ihnen dennoch die Freiheit lässt, sich zu drehen. Es ist ein qualitativer Sprung in der Poetik des Objekts: von der physischen Bindung zur magnetischen Bindung, vom mechanischen Antrieb zu einem fast immateriellen Antrieb – wieder eine Ironie, wieder eine Übereinstimmung mit dem Thema, denn auch das Geld übt im Grunde genommen seinen „Antrieb“ auf das Leben aus, ohne sichtbare Bindungen, eher durch Anziehung als durch Zwang.
Das Loch in der dänischen Münze ist im Übrigen nicht nur ein technischer Kunstgriff: Es ist selbst ein kraftvolles Bild, das die Skulptur voll ausnutzt. Ein Loch in der Mitte des Wertes, buchstäblich im Zentrum des materiellen Symbols des Reichtums, wird zum Durchgangspunkt, zu einem Ort, durch den man eine Achse, eine Beziehung, eine Verbindung hindurchführen kann. In der ersten Version ist die Münze ein massives Rad, eine kompakte Scheibe; in der zweiten ist sie ein durchbohrtes Rad, fast wie ein Zahnrad, ein Ring, der dazu einlädt, durchdrungen zu werden. Das Geld hört also auf, nur ein an sich wertvoller Gegenstand zu sein, und wird auch zu einer Beziehungsstruktur, zu einem verbindenden Element des kleinen Mechanismus.
Nebeneinander gestellt bilden die beiden Werke eine Art Miniatur-Atlas der europäischen Währungen, die als mechanische Bauteile neu interpretiert werden: die norwegische Krone und die dänische Krone, zwei Münzen, die im Namen denselben Wortstamm „Krone“ teilen, sich aber in Cavenagos skulpturaler Umsetzung darin unterscheiden, wie sie das kleine Fahrzeug „in Bewegung setzen“. Es handelt sich um eine offene Serie, potenziell so unendlich wie die weltweit im Umlauf befindlichen Währungen, von denen jede im Prinzip vier neue Antriebsräder für diesen winzigen, taschengroßen Geländewagen des Kapitals liefern könnte.
L.B. 2018
Übersetzung: Archivio Umberto Cavenago