Das Blatt gehört zu derselben Serie kleiner Entwurfszeichnungen aus dem Jahr 1988 – im gleichen Format, in derselben Technik aus Fettstift und Acrylfarbe auf Karton, mit der Cavenago in jenem Jahr die ersten Ideen festhielt, aus denen später seine skulpturalen Fahrzeuge hervorgehen sollten. Doch hier weist der Entwurf bereits in seiner Zeichnung eine Besonderheit auf, die ihn radikal von den anderen, im selben Zeitraum konzipierten Fahrzeugen unterscheidet: Die Räder berühren den Boden nicht. Sie sind nach oben gerichtet, als wäre das Fahrzeug bereits auf den Rücken gekippt – kein fahrbereites Gefährt, sondern eines, das im Moment seines Sturzes eingefangen wurde, oder besser gesagt, von Anfang an in diesem Zustand konzipiert wurde.
Es ist eine Umkehrung, die die gesamte Logik der Destabilisierung, die das übrige Schaffen Cavenagos begleitet, bis in die äußersten Konsequenzen treibt. Während anderswo, in den Säulen von A sostegno dell’Arte oder in den mobil gemachten Denkmälern, das Rad dazu diente, die Stabilität dessen zu untergraben, was den Anspruch erhob, fest und solide zu sein, ist diese Geste hier bereits von Anfang an vollzogen: Es besteht keine Notwendigkeit mehr, ein Gleichgewicht ins Wanken zu bringen, denn das Objekt entsteht bereits auf dem Kopf stehend, bereits seiner ursprünglichen Funktion beraubt. Kein Fahrzeug, das zu kippen droht, sondern ein Fahrzeug, das nur im Zustand des Umkippens existiert, von Natur aus unfähig, sich wieder aufzurichten und seine Fahrt fortzusetzen.
Ein zweites, nicht nebensächliches Detail untermauert diese Lesart: Im Gegensatz zu den kantigen und geometrisch strengen Fahrzeugen, die in denselben Jahren entstanden – den Lastwagen und Motorrädern, die auf klare, eckige Volumen reduziert waren –, ist die Form hier geschwungen, nicht kantig. Und genau diese Krümmung ist es, die das Objekt – sollte es tatsächlich gebaut werden – unfähig macht, in seiner umgestürzten Position stillzustehen: Da es sich nicht auf einer ebenen Fläche abstützen kann, könnte das Ganze nur schwanken, instabil um sich selbst oszillieren, ohne jemals einen Ruhepunkt zu finden.
Es fällt schwer, in diesem unwillkürlichen Schwanken nicht ein präzises Echo jener kafkaesken Szene zu erkennen, an die der Titel erinnert: Gregor Samsa, der auf dem Rücken erwacht, unfähig, sich wieder aufzurichten, während seine Beine in der Luft zappeln, ohne Halt zu finden. Das kleine, auf dem Rücken liegende Fahrzeug von Cavenago scheint genau diesen Zustand in skulpturaler Form wiederzugeben – nicht den Sturz als plötzliches Ereignis, sondern als dauerhaften und unheilbaren Zustand, ein Objekt, das auf seinem gekrümmten Rücken schwankt, ohne jemals wieder auf seine Räder zurückkehren zu können, so wie Gregor auf der ersten Seite der Erzählung nicht in der Lage ist, sich aufzurichten, und in diesem Moment der Ohnmacht gefangen bleibt.
L.B., 2020