Umberto Cavenago

Das Projekt ist finanziert

Vorschlag angenommen
Die Teilnahme an der öffentlichen Ausschreibung «PAC2020 – Piano per l’Arte Contemporanea» der Generaldirektion für zeitgenössisches Kunstschaffen des italienischen Kulturministeriums war erfolgreich. Sweet Home gehört zu den Gewinnerprojekten des PAC 2020. Das Projekt erreichte nach Punktzahl den vierten Platz unter 94 eingereichten Projekten, von denen in der gewählten Förderlinie zwanzig finanziert wurden.
Marco Panizza und der PAC
Ich träumte davon, den PAC (Piano per l’arte contemporanea) der Generaldirektion für zeitgenössisches Kunstschaffen zu gewinnen – eine Wette vor meiner Pensionierung.
Ein zeitgenössisches Kunstwerk in Auftrag zu geben und zu realisieren, das die wesentlichen Aspekte zusammenfasst, mit denen ich das Museum Galleria del Premio Suzzara in den letzten Jahren zu prägen versucht habe: ein Raum für Werkstatt und Vermittlung, ein Beziehungsraum für zeitgenössische Kunst in der Tradition, die Dino Villani 1948 mit dem Premio Suzzara begründet hat. Ich brauchte einen Künstler, der sich auf unsere Geschichte einstimmen und mit einem bedeutenden Projekt auf eine ebenso anspruchsvolle ministerielle Ausschreibung antworten konnte. Ich hatte keine Zweifel: Umberto Cavenago.
Ich lernte ihn 2011 anlässlich des 47. Premio Suzzara kennen, wo er mit Giancarlo Norese das Werk Ufficio di revisione antropica erarbeitete, eine Arbeit über die «Wahrnehmung des Preises, seiner Beweggründe, seiner Geschichte und seiner Identität im Gebiet von Suzzara». 2016 faszinierte mich die Initiative, die er mit dem Projekt NoPlace verfolgte: ein soziales Experiment, das sich über einen einzigen Tag erstreckte. Eine Begegnungsausstellung, von den Kunstschaffenden selbst aufgebaut, die sich gegenseitig in rhizomatischer Form einluden. Es gelang mir, daraus den 49. Premio Suzzara zu machen. Rund sechshundert Kunstschaffende kamen nach Suzzara, und die ganze Stadt stand ihnen für ihre Interventionen zur Verfügung. Der Preis für die Teilnehmenden war die Gastfreundschaft. Eine unvergessliche Erfahrung, die die Bevölkerung einbezog und sie unmittelbar in die Sprachen der zeitgenössischen Kunst eintauchen liess. Wie sehr Villani wiederkehrt!
Schliesslich beauftragte mich der Bürgermeister, eine Idee zu finden, die das Museum mit den Unternehmen der Region zusammenbringen sollte. Ich wandte mich erneut an Umberto Cavenago, der bereits Erfahrungen im Bereich zeitgenössische Kunst und Industrie gesammelt hatte. Schon 2017 fanden wir dafür eine Form der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Kunstschaffenden und Museum, die über die üblichen Sponsoringbeziehungen hinausging: ein neuer Weg zur Schaffung eines «Gemeinguts». So entstand der 50. Premio Suzzara, Arte Lavoro Impresa, der noch andauert.
Dank der grundlegenden Zusammenarbeit mit Valentina Varoli, Kunstexpertin vor allem im Bereich Fotografie und sehr erfahren in der Ausarbeitung von Ausschreibungen für zeitgenössische Kunst, sowie mit der ehemaligen Kollegin Nicoletta Cadallora, die die bürokratischen Schritte aufmerksam und präzise begleitete, gelangte das Projekt Sweet Home von Umberto Cavenago in der Rangliste unter die ersten in Italien.
Wir haben die Wette gewonnen. Sweet Home wird eine Ressource für alle sein.
An die Arbeit!
Marco Panizza

Übersetzung: Archivio Umberto Cavenago
Das Projekt ist finanziert